Wichtiges Indiz für die Qualität eines Orientteppichs sind Knotendichte und -zahl.

Sie spielen sowohl im Herstellerland als auch beim europäischen Teppichkäufer eine große Rolle bei der Qualitätsbeurteilung. Beim Knüpfvorgang wird die Knotenzahl vorbestimmt. Man kann durch die Art der Kettfädenspannung, der Garnstärke und der Schußfadenführung recht genau definieren, welche Knotenzahl ein Teppich pro Quadratdezimeter/ Quadratmeter später aufweist.

Bei flachen, nicht kettgeschichteten Teppichen weicht die Anzahl der Knoten in Höhe und Breite nicht stark voneinander ab.

Anders ist es, wenn zwischen den Knüpfreihen mehrere dickere Schußfäden liegen, denn dann ist die Zahl der senkrechten Knoten geringer als die der waagerechten. Auch bei der Schichtung der Kettfäden ändert sich das Verhältnis; die waagerechte Knotenzahl vergrößert sich in diesem Fall. Die Knüpfdichte hängt in entscheidendem Maße auch von der Stärke der verwendeten Fäden ab.

Ein Teppich aus dicken Garnfäden erlaubt nur eine geringere Anzahl gröberer Knoten. Ein Isfahan oder ein Nain aus feinstem Garn oder Seide hingegen weist immer eine gößere Anzahl an Knoten auf.

Die Feinheit von Orientteppichen wird im Teppichhandel nach folgender Tabelle definiert:

Sehr grob 15´000 - 25´000 Knoten/qm.

Grob 25´000 - 60´000 Knoten/qm

Mittelfein 60´000 - 120´000. Knoten/qm

Fein 120´000 - 200´000 Knoten/qm

Sehr fein 200´000 - 400´000 Knoten/qm

Selten fein über 400´000 Knoten/qm